Heilungsprozess richtig verstehen
Heilreaktionen
Nach der Einnahme einer homöopathischen Arznei kann es besonders bei chronischen Beschwerden vorübergehend zu Reaktionen kommen. Dabei können sich bestehende Symptome kurzzeitig verstärken, alte Symptome wieder erscheinen (die bisher nur unterdrückt, aber nicht geheilt waren) oder sogenannte Erleichterungsreaktionen auftreten.
Beispiele für solche Reaktionen sind Fieber, Durchfall, vermehrtes Schwitzen, veränderte Menstruation oder verstärkte Emotionalität (z. B. Weinen oder Ärger). In der Homöopathie ist das ein gutes Zeichen. Die Lebenskraft hat die Information der Arznei aufgenommen und die Selbstheilungskräfte werden angeregt. Überall dort, wo Reaktionen spürbar sind, arbeitet die Arznei – auf körperlicher, seelischer oder geistiger Ebene. In dieser Phase ist mir eine gute Begleitung besonders wichtig. Zögern Sie nicht, mich anzurufen, wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben.
Von innen nach aussen
Damit meint die Homöopathie, dass die Heilung von innen nach aussen verläuft – also zuerst auf der seelisch-geistigen Ebene und danach auf der körperlichen.
Beispiel: Ein gestresster Geschäftsmann kommt mit grosser Unruhe, Schlafstörungen und Rückenschmerzen. Zuerst wird er ruhiger und schläft besser, erst danach verschwinden die Rückenschmerzen. Grundsätzlich haben lebenswichtige Organe Vorrang: So heilt beispielsweise eine Lungenerkrankung vor einer Hauterkrankung oder eine Herzkrankheit vor Gelenkbeschwerden.
Von oben nach unten
Symptome, die den ganzen Körper betreffen können (z. B. Neurodermitis oder Arthritis), heilen typischerweise von oben nach unten. Die Beschwerden verschwinden zuerst im Kopfbereich und zuletzt an den Füssen. Oft wandern sie auch vom Rumpf zu den Extremitäten.
In umgekehrter Reihenfolge
Die Heilung erfolgt häufig in umgekehrter Reihenfolge des Auftretens:
Die Beschwerden, die zuletzt entstanden sind, verschwinden oft zuerst.